Montag, 25. August 2014

Herbsthose

Ich weiß nicht, wie es bei Euch wettertechnisch gerade so ist, aber hier ist es richtig frisch.
Nicht sommerlich.
Nicht im Geringsten.

Und weil mein Töchterchen eine ebenso große Frostbeule ist wie ich, habe ich für die geforderte (und dringend benötigte) Hose FIN aus tollem, weichen Stretch-Cord, die nur noch auf das Bauchbündchen wartete, kurzerhand doch noch eine Jersey-Innenhose zugeschnitten und mit vernäht.
Und so ist nun wider Erwarten doch schon Ende August (das ging mal als Sommer durch) die erste echte "gefütterte Herbsthose Fin" entstanden - wer hätt's gedacht.

Diesmal, wie gesagt, mit Bauchbündchen (finde ich für die Kleine doch noch kuscheliger), und mal mit aufgesetzten Taschen.

Genäht habe ich eine Gr.92 für mein 89cm großes Kind.
Ich finde, die Hose sitzt super - nur in der Länge hab ich wirklich einiges weggenommen
(aber in weiser Voraussicht eine "Auslassreserve" innen gelassen, für später ;-) )

Wie ihr Bruder (dessen ungefütterte Fin ich Euch in diesem Post gezeigt habe), liebt sie ihre Fin schon jetzt über alles.
Ich denke, es liegt vor allem an der Bewegungsfreiheit.


Ihr kennt mich: Ich bin Wiederholungstäterin. Wenn mir/uns ein Schnitt gefällt, wird der mehrfach genäht :)
Ihr könnt also fest mit weiteren Exemplaren rechnen - ich habe dafür auch schon wasserfesten Taslan hier liegen, für den "echten" Herbst.

Mal sehen, was die anderen Kids so anhaben - ich könnte mir vorstellen, dass es heute das erste herbstliche "my kid wears" wird...

Donnerstag, 21. August 2014

Ja, sie näht noch!

"Näht die eigentlich überhaupt noch?" hat sich sicher der/die Ein oder Andere Leser/in in letzter Zeit bei all dem Bastelkram gefragt...
JA!
Ja...sie näht wie eine Wilde!
Allerdings momentan eher am Objekt, als am Modell (die armen Kinder warten schon wieder auf von Ihnen bestellte Kleidungsstücke).
Das liegt an der Anschaffung, die ich kürzlich getätigt habe, und die nicht wenige Menschen in meinem direkten Umfeld an meiner geistigen Gesundheit hat zweifeln lassen:
Ich habe einen Bugaboo Kinderwagen gekauft.
Jawoll.
Jetzt, da mein Nesthäkchen über 2 ist und kaum noch herumkutschiert wird (Und: NEIN! Wir erwarten keinen Nachwuchs), habe ich allen Ernstes für hunderte von Euro einen Bugaboo des neusten Modells angeschafft (gebraucht...aber nicht wirklich alt, weil wie gesagt: neustes Modell...und damit natürlich auch nicht billig).

"WAS?! Nur damit man Fotos von Bügelbezügen am Objekt machen kann???" 
"Spinnt die?!?"


Nun, ich persönlich denke "Nein". :-)

Ich betrachte das Ganze als eine Investition. Wenn auch zugegebenermaßen eine eher große.
Und Investitionen müssen manchmal sein, bzw. machen manchmal wirklich Sinn, wenn man ein Business hat und dieses ausbauen will.
Dieser Kinderwagen ist da nur ein Beispiel.

Wie viele von Euch bereits wissen, hat mommymade ja eigentlich zwei unterschiedliche Bereiche: das Eine sind die Ebooks/Nähanleitungen/dieser Blog (diesen Bereich würde ich eigentlich eher als das Hobby dahinter bezeichnen). Das Andere, das eigentliche Kerngeschäft, wenn man so will, ist der Verkauf von Genähtem - konkret vor allem: Zubehör für Bugaboo-Kinderwagen.
Das lief bisher auch ohne einen eigenen zu besitzen ganz gut. Nicht jederzeit einen zur Hand zu haben erwies sich aber auch häufig als Nachteil. Das fängt bei der nicht vorhandenen, jederzeitigen Möglichkeit, Fotos von neuen Stoffvarianten am Objekt machen zu können an, und geht weiter mit der Unmöglichkeit, spezielle Kundenbestellungen annehmen und neue Produkte entwickeln zu können.

Ich habe mir das wirklich lange überlegt - denn eine Investition klingt erstmal total super, bedeutet aber ja im Grunde nichts anderes, als erstmal eine Menge Geld in die Hand zu nehmen und auszugeben. Macht man als Näh-Mutti eben tendenziell nicht so einfach wie das größere mittelständische Unternehmen vielleicht tun.
Sinnvoll ist es, denke ich, trotzdem.

Und so habe ich mich seit der Anschaffung wirklich viel mit dem Ding beschäftigt.
Jedesmal wenn ein Stoff reinkam, Fotos am Objekt gemacht (Juchhu!), aber vor allem eben auch Neues ausprobiert, das schon lange in meinem Kopf herumschwirrte oder schon des Öfteren von Kunden gewünscht und von mir zwangsläufigerweise abgelehnt wurde.

Und so sind hier endlich mal Dächer entstanden...


...und Schieber-Bezüge...


...und Schrittgurte...


...und praktische Bauchbügel-Taschen...
 


Produkte, die mein mommymade-Sortiment erweitern, und die es so nicht (oder zumindest nicht so schnell hintereinanderweg) gegeben hätte, hätte ich das Ding nicht hier stehen.

Im Idealfall rechnet sich die Investition dann irgendwann durch zusätzliche Verkäufe.... ob das hinhaut wissen die Götter... aber den Versuch ist es, glaube ich, wert. :-)

Also: Ja, sie näht noch. :)
...und wird auch irgendwann sicher wieder ein Stofftier oder Kleidungsstück entwerfen und ver-Ebook-en...
Aber erstmal bekommen die Kinder einen Teil ihrer Bestellungen genäht (so ich denn die Zeit finde ;-) ).



Sonntag, 17. August 2014

yeeehah! SLIME !!!

Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber meine Kinder lieben Matsche. Und klebriges. Und glitschiges. Und überhaupt. Und ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, dass meine Geschwister und ich seinerzeit diese neonfarbenen Slime-Dinger ganz großartig fanden (ich glaube das war in den 80ern.... ja, so alt bin ich!).

Jetzt, wo man dank des Wetters gezwungenermaßen doch den Ein oder Anderen Nachmittag der Kindergartenschließzeit zu Hause verbringt, dachte ich, könnte das für beide eine coole Sache sein.

Nun gibt es im Netz mehr als genug Rezepte für selbstgemachten Slime... Leider allerdings fast alle mit Borax drin.
Borax??? Nee. Mit sowas will ich meine Kinder irgendwie nicht unbedingt spielen lassen :-/
Ich hab also gesucht und gesucht und experimentiert und recherchiert...
und: Es kann so einfach sein!
Des Rätsels Lösung ist ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel. Konkret: Ein Ballaststoff. Noch konkreter:
Psyllium, auch Flohsamenschalen genannt.
Das Zeug dient als Nahrungsergänzungsmittel in der Regel der Verdauung/Stuhlregulation...man kann es ganz oder gemahlen, mit Orangengeschmack (z.B. "Metamucil") oder neutral in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und natürlich dem Internet kaufen. Normalerweise wird es in Wasser aufgelöst (1TL in 1Glas Wasser) und getrunken.
Wir machen aber lieber bunten, un-giftigen (sogar essbaren...schmeckt aber nicht!) Spiel-Slime daraus!

Man braucht dafür lediglich:
- einen Topf (oder eine große microwellengeeignete Schüssel)
- 2 EL Flohsamenschalen (ich hab gemahlene genommen)
- ca. 220ml Wasser
- Lebensmittelfarbe (es sei denn Ihr nehmt das Zeug mit Orangengeschmack..dann ist der Slime hinterher einfach orange)

Alles zusammen in den Topf und auf dem Herd unter Rühren erhitzen.
(In der Microwelle geht es auch und dauert ca. 5-7 Minuten...da würde ich aber alle paar Minuten mal  nachsehen, rühren und die Konsistenz überprüfen.)
Dank der Quelleigenschaft der Flohsamen erhaltet Ihr schon kurz nach dem Zusammenrühren einen dicken Glibber.
Und ab da könnt Ihr Euch austoben, mit Kochzeit und Zusammensetzung:
Mehr Wasser, weniger Flohsamen gibt eine schleimigere Konsistenz; Mehr Flohsamen, weniger Wasser ergibt eine gummiartigere Konsistenz (mit weniger Sauerei am Ende..aber eventuell auch weniger Spaßfaktor).


Wenn es ganz schmierig/flüssig ist, solltet Ihr noch länger kochen. Ab einer gewissen Kochzeit erhaltet Ihr einen Slime, der nicht mehr an den Händen klebt, sondern sich abfließen und ziehen lässt.


Unser roter Slime war fester - der klebte auch nicht an den Händen (den konnte man sich sogar zuwerfen!);
der türkise war glibberiger, da ging immer mal etwas Glibber ab...lässt sich aber trotzdem gut von Händen und allem entfernen. Eine Abdeckung der Inneneinrichtung ist nicht erforderlich ;-)

Ihr solltet den Slime nach dem Umfüllen aus dem Topf in eine Schüssel unbedingt eine Weile abkühlen lassen. Dann kann es losgehen!

Man kann das Zeug von einer Hand in die andere rutschen lassen...


...darauf herumdrücken...


..es ziehen...


...es kneifen.. quetschen.. zerschneiden....es werfen.. rollen.. fallen lassen...


...sich austoben :)

Am schönsten ist es, wenn man verschiedene hat - unterschiedliche Farben, mal glibberiger, mal fester.
Ein riesen Spaß!

Sogar der letzte Rest, der nach dem Auffüllen unseres Topfes mit Wasser in der Spüle aus selbigem herausgezogen werden konnte, war großartig :-D


Ich schick das jetzt mal zu Kiddikram - ist mal was anderes ;-)

Fröhliches glibbern!


EDIT: Ha! Fantastischer Zweitnutzen:
Wenn der Nachwuchs damit durch ist...und das Zeug nach ein paar Stunden komplett erkaltet noch fester und unglibberiger geworden ist, eignet es sich ganz hervorragend zum Reinigen der Tastatur! ;-)


Dienstag, 12. August 2014

Crayon-Experimente 4: Regenbogenregen

Ok, ich verspreche, dieses ist vorerst das letzte meiner Crayon-Experimente zum Creadienstag.
Der Inhalt der Kiste Wachmalstifte aus diesem Post ist dank der Experimente hier, hier und hier ja auch mittlerweile überschaubar geworden :)

Neu in dem Sinne ist das, was ich Euch heute zeige, auch nicht wirklich.
Im Grunde ist es - auch von der Vorgehensweise her - das gleiche wie die Crayon Blumenwiese.
Aber ich fand die Idee mit den Regenbogenfarben und den Silhouetten so schön...die Kinder fanden das Schmelzen so toll, und die Küche brauchte ohnehin noch einen tupfer Farbe. Also haben wir uns eine größere Leinwand besorgt (80 x 40cm), Wachsmalstifte sortiert und aufgeklebt und Mommy hat die Silhouetten aufgemalt (...*räusper* die ich vorher über die Bildersuche gefunden, ausgedruckt und dann mit Kohlepapier auf die Leinwand übertragen hatte *räusper*)

Damit die Regenschirme auch einen Effekt haben, habe ich vor dem Schmelzen mit Kreppband Pappstreifen aufgeklebt. Und dann kam der Föhn zum Einsatz!


Und so sah es nach dem Schmelzen mit dem Föhn aus:


Aber wisst Ihr was? Es hat EWIG gedauert.
Das allermeiste davon habe ich letzten Endes selbst gemacht - ohne Kinder. Es hat einfach viiiiieeeeel zu lange für sie gedauert. Für die 80cm Leinwandstrecke voll Crayons kann man (ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber ich vermute mal man muss in etwa) eine Stunde rechnen. Aber das zusehen (mit Unterbrechnungen) hat ihnen dann immerhin auch Spaß gemacht.

Nach dem Trocknen habe ich dann noch die Pappe wieder abgefriemelt und ein bisschen die Silhouetten ausgebessert...

Tadaaaa! Unsere kleine Familie im Regenbogenregen :)



Mittwoch, 6. August 2014

Sommer-Fin

In kühlen Sommertagen (und irgendwie haben wir die in letzter Zeit ja durchaus ab und an), braucht (Mini-)man(n) auch mal eine lange, aber eher leichte Hose.
Jerseyhosen werden von unserem jungen Herrn derzeit eher als homewear betrachtet... also war das keine Option.
Aber er hatte einst eine heißgeliebte, grüne jeans (eine gekaufte). Die war farblich in seinen Augen das Nonplusultra, sie war eher dünn....sie war perfekt!
Sie ist zu klein.

Was tut die (näh-)mommy da? Klar: dünnen, grünen Jeansstoff kaufen :)
und nu?

Und da kam es mir:
Seit Herbst letzten Jahres liegt er hier herum und wartet darauf, endlich genäht zu werden:
Der Schnitt der lieben Leene, alias Spunkynelda, für die "gefütterte Herbsthose FIN".
Wie es halt immer so ist...

Wär doch gelacht, wenn die Hose mit dem lässigen Schnitt sich nicht auch ungefüttert und als leichte Sommerhose nähen ließe!
Et voilà:



Mit aufgesetzten Popo-Taschen und innenliegenden Taschen vorne...ganz ohne geschnörkel/ge-pimpe/etc. einfach nur grüner Jeansstoff - eben genau so, wie der neue Besitzer es sich gewünscht hatte ;-)



bequem geschnitten.... passt perfekt... spieltauglich... ein Traum (in grün ;-) ) !


Fazit: Sohnemann glücklich; Näh-Mutti Herz glücklich; Tochter will auch :)

ab damit zu made4boys und Für Söhne und Kerle!